Die unteren Gärten

Die von Vignola entworfenen und um 1583 fertig angelegten Gärten stellen eine überaus gelungene Umwandlung des Festungsbaus in eine Villa dar, die, umschlossen von einer hohen Mauer, wie ein Geheimgarten wirken. Hinter dem Palast, auf der Höhe der Belle Etage, breiten sich fächerartig zwei große höher gelegene Bereiche aus: der Winter- und der Sommergarten. Sie sind über Brücken, die noch aus damaliger Zeit stammen und über den Wassergraben führen, zu erreichen. Im Wintergarten befindet sich der malerische Tartaren- Brunnen, im Sommergarten der Brunnen der Satyrn. Beide sind durch Hecken in 16 Felder eingeteilt. Bemerkenswert sind die vier Horen- Statuen, die am Ende der Brücken, die zum Palast führen, als Sonnenuhr dienen.

https://youtu.be/DRqD5Tk1yHI

Die Stallungen

In diesem rechteckigen große Gebäude im Westen des Farnesepalasts mit den Innenmaßen von 100m Länge, 15m Breite und 20m Höhe waren die Stallungen des Palazzo Farnese untergebracht. Der monumentale Zugang mit seiner barocken Treppenanlage ist auf den Palazzo ausgerichtet. Die im Jahre 1585 fertiggestellten Scuderie konnten ca. 120 Pferde aufnehmen. Außerdem dienten sie als Heuschuppen und Kutschendepot sowie als Wohnungen für die Reitknechte und Stallmeister. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die Räumlichkeiten der ehemaligen Stallungen für die Organisation von Ferienkolonien genutzt. Nach gründlicher sorgfältiger Sanierung ist der Ort ein Zentrum mit vielfältiger Nutzung für Veranstaltungen und Tagungen geworden und ist inzwischen Sitz der staatlichen Hotelfachschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe.

https://youtu.be/ZPDctRBU-Og